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Zeigt her eure Füße

Passend zum Blog: Meine Outdoorsandalen nach einer Schlammschlacht (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Heißt eigentlich: Zeigt her eure (Outdoor-)Schuhe

Zeigt her eure Füße!? Hat da jemand echt Interesse, mit welchen Schuhen ich rausgehe, wenn ich rausgeh? Also zum Wandern mein ich. Und dieser jemand nennt sich auch noch matschbar, also seinen Blog. Matsch? Da bin ich ganz vorn mit dabei.

Mit Matsche habe ich es nämlich auch. Gleich hier der erste Beweis:

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Passend zum Blog: Meine Outdoorsandalen nach einer Schlammschlacht (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Passend zum Blog: Meine Outdoorsandalen nach einer Schlammschlacht (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Outdoor- oder Straßenschuh? Beides!

Nun aber mal ernst. Brauche ich Profi-Wanderschuhe? Meine Antwort lautet: Jein. Ich bin in den letzten Jahren schon viele Kilometer mit Straßenschuhen gewandert. Bin damit bei meiner ersten 24-Stunden Wanderung in Bernkastel-Kues im Jahr 2015 sogar 62 Kilometer am Stück gelaufen. Die Schuhe trage ich heute noch. Wäre mal interessant zu wissen, wieviel Kilometer die schon auf dem Buckel haben. Tausend oder mehr. Wenn ich die Kilometer dazurechne, die ich in der Stadt oder auf normalen Wegen damit zurückgelegt habe, sind es bestimmt noch mehr.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Auf dem Bild nicht gerade beim Bloggerwandern, aber auch auf der Geierley-Hängebrücke tun sie ihren Dienst, meine (Wander-)Straßenschuhe (Foto: Britta Verhaag)

Auf dem Bild nicht gerade beim Bloggerwandern, aber auch auf der Geierley-Hängebrücke tun sie ihren Dienst, meine (Wander-)Straßenschuhe (Foto: Britta Verhaag)

Beim Bloggerwandern im Westerwald (Westerwald-Wandermarathon) im letzten Jahr bin ich sogar den ganzen Tag durch nasse Wiesen und über feuchte Waldwege damit gelaufen. Teilweise hatte ich dabei schon das Gefühl, dass meine Füße darin schwimmen. Macht nix. Getrocknet, wieder eingefettet, und sie sehen wieder super aus. Ach ja, die Schuhe sind von geox. Ihr wisst schon, die wo atmen, also die Schuhe.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Mit meinen Geox-Straßenschuhen mitten im Katastrophengebiet – ist aber schon ne Weile her, die Katastrophe (Foto: Norbert Schneider)

Mit meinen Geox-Straßenschuhen mitten im Katastrophengebiet – ist aber schon ne Weile her, die Katastrophe (Foto: Norbert Schneider – was mein Bruder ist)

Und wo wir gerade bei geox sind: Auch meine Lieblings-Outdoorschuhe für die warmen Monate sind von dieser Firma. Wirklich. Das hört sich jetzt an wie bezahlte Werbung. Isses aber nicht. Ich habe sogar die Pressestelle von denen angeschrieben und wollte ihnen dazu eine Geschichte verkaufen, aber darauf haben die nicht mal reagiert. Aber meiner Begeisterung für diese Schuhe hat das keinen Abbruch getan.

Ideal für die heißen Tage: Meine Outdoor-Sandalen

Es sind für die heißen Tage natürlich Outdoor-Sandalen. Und wo wir gerade beim Thema Matsch sind. Am Anfang dieses Artikels siehst Du ein Foto, entstanden nach einem Wandermarathon auf dem Saar-Hunsrück-Steig. Der war genau eine Woche nach dem Wandermarathon im Westerwald, da wollte ich die Straßenschuhe noch schonen, die mussten sich noch ausruhen. Also bin ich 42 Kilometer über Stock und Stein –sprich über Felspfade, Waldwege und durch Hangmoore – mit den Sandalen gelaufen. Und da es am Morgen noch genieselt hatte, waren Wege und Pfade natürlich auch feucht und stellenweise sogar nass. Siehst Du auf dem ersten Foto oben – das bin ich beim Zieleinlauf bzw. meine Füße.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Und noch mal die Geierley-Hängebrücke. Auch meine Outdoorsandalen sind schon mal mit rüber (Foto: Britta Verhaag)

Und noch mal die Geierley-Hängebrücke. Auch meine Outdoorsandalen sind schon mal mit rüber (Foto: Britta Verhaag)

In diesen Schuhen bin ich wahrscheinlich noch viel mehr Kilometer gelaufen, als in den Straßenschuhen von Geox. Übrigens: In beiden Schuhpaaren habe ich so gut wie nie Blasen.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Und noch mal Straßenschuhe. Auch meine Timberlands haben schon ne Menge gesehen (Foto: Britta Verhaag)

Und noch mal Straßenschuhe. Auch meine Timberlands haben schon ne Menge gesehen (Foto: Britta Verhaag)

Zeigt her eure Füße: Gewichtige Tatsachen

Ob ich auch richtige Wanderschuhe habe. Yes, I do. Und zwar welche von Lowa. Müsste ich jetzt das Modell wissen? Profis werden sie sicher auch so kennen. Auch die sind natürlich schon matschgetestet. Wie man sieht. Das war eine regenreiche Tour im Hohen Venn. Warum ich die nicht öfter an hab? Weil da jeder Schuh etwas über ein Kilo wiegt. Das sind zwei Kilo zusätzlich zum Gepäck. Und ich mag nicht so gern den hohen Schaft.

Hier steht ein Bild mit dem Ttel: Matsch as Matsch can – reichlich nasse Tour im Hohen Venn mit meinen Lowa-Bergschuhen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Matsch as Matsch can – reichlich nasse Tour im Hohen Venn mit meinen Lowa-Bergschuhen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Es wird immer gesagt, der schützt das Gelenk mit Sehnen und Bändern, wenn Du mal umknickst. Glaube ich nicht dran. Wer bei seinen Outdoor-Abenteuern immer solche hohen Schuhe trägt, der schwächt seine Fußgelenke mitsamt dem zugehörigen Stützapparat. Sagt auch meine Physiotherapeutin und die muss es ja wissen. Aber ab und an trag ich sie dann doch. Also wenn es kalt und feucht ist, dann sind sie schon von Vorteil.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Matsch as Matsch can – reichlich nasse Tour im Hohen Venn mit meinen Lowa-Bergschuhen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

An dem Tag war es tatsächlich kalt, Wanderung mit meinen Lowa-Bergschuhen im Ahrgebirge im November (Foto: Norbert Schneider)

War da noch was? Ach ja, da ich in der Wohnung zu Hause immer gerne barfuß laufe, hat sich schon eine relativ unempfindliche Fußsohle herausgebildet. Einen Sommer lang habe ich dann immer mal unterwegs bei Wanderungen die Schuhe ausgezogen und bin streckenweise barfuß gelaufen.

Glaubst Du nicht? Guckst Du hier! Die längste Strecke, die ich barfuß an einem Stück geschafft habe, waren zwölf Kilometer. Dazu gibt es sogar einen eigenen Wanderbericht. Den findest Du hier. https://www.anders-wandern.de/barfuss-auf-den-ahrsteig/

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Zeigt her eure Füße. Tatsächlich, der Mann läluft barfuß (Foto: Norbert Schneider)

Zeigt her eure Füße. Tatsächlich, der Mann läluft barfuß (Foto: Norbert Schneider)

Was fehlt noch?

Und ach ja, diejenigen die wissen wollen, mit welchen Schuhen ich unterwegs bin, das sind die Leute vom Matschbar-Blog. Die veranstalten gerade eine Blogparade zum Thema: Mit Deinem Outdoor-Schuh auf Du und Du. Du findest sie auf Facebook unter https://www.facebook.com/matschbar/
Und ihr Blog heißt, na wie wohl? Matschbar.com

Jetzt hoffe ich aber darauf, dass sich bald jemand bei mir meldet und mich als Fußmodell engagiert.

6 Kommentare

  1. Hallo, Hans Joachim,
    toller Artikel, so viel Mühe habe ich mir dieses Mal nicht gemacht. Wohl auch, weil ich seit dem letzten Jahr am Liebsten Barfuß unterwegs bin. Mittlerweile jogge ich sogar Barfuss durch den Wald, wenn die Temperaturen es erlauben.
    Liebe Grüße
    Frank

    • Hallo Frank, danke für Deine Zustimmung. Ja, barfuß, das habe ich auch schon probiert. 12 Kilometer war die längste Tour, die ich so gelaufen bin. Würde es auch gerne etwas ausdehnen. Vielleicht kommt das noch. Und witzigerweise war heute der erste Tag, an dem ich wieder von morgens bis abends barfuß, sprich ohne Socken, in der Wohnung unterwegs war. Das ist einfach ein ganz anderes Lebensgefühl. Schöne Grüße, Joachim

  2. Johannes sagt

    Danke für den sehr schönen Text. Er zeigt recht eindrucksvoll, dass man prinzipiell in allen oder auch keinen Schuhen wandern kann. Feste Wanderstiefel braucht man eigentlich nur, da der Fuß dann nichts mehr fühlt und der Fuß durch das punktuelle Auftreten mit der Ferse leicht umknicken kann. Wandert man hingegen in Barfußschuhen oder wie du barfuß und tritt vor allem mit dem Vorfuß bzw. Mittelfuß (Ballengang) auf, dann knickt man nicht mehr um. Weniger ist mehr. Man muss nur die Füße vorher ausreichend trainieren.

    • Lieber Johannes, ah, noch ein Barfußgänger. Schön, dass es noch mehr von uns gibt. Und danke für Deine Hinweise. Mit der Theorie habe ich mich noch nie so beschäftigt. Ich laufe einfach nur gerne barfuß, weil man Fuß sich immer so schnell eingeengt fühlt. Die Diskussion, ob ein hoher Schaft den Fuß vorm Umknicken schützt, haben wir ja vor ca. 20 Jahren auch schon mal bei Basketballschuhen geführt. Damals als die Streetbasketball-Welle zu uns rüberschwappte. Auch da war ich schon der Meinung, dass es besser ist, die Muskulatur und den ganzen Halteapparat zu stärken, als darauf zu setzen, dass ein hoher Schaft den Fuß beim Umknicken schützt. Liebe Grüße, Joachim

  3. Lieben Dank für die Teilnahme an unserer kleinen #blogparade! Wie ich sehe, haben deine Schuhe (oder die Füße) schon ein echt bewegtes Leben hinter sich gebracht – super! Geox, Lowa, Sandale oder doch gleich Barfuß – welches ist denn dein ganz persönlicher #meinlieblingsschuh?

    • Hallo Philipp, #meinlieblingsschuh? Kam das nicht klar genug raus? Am liebsten würde ich natürlich barfuß laufen, aber da das nicht so richtig möglich ist, laufe ich am liebsten mit den Geox-Outdoorsandalen. Das wäre ein echter Verlust, wenn die mal den Geist aufgeben. Liebe Grüße, Joachim

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