Alle Artikel in: Hunsrück

Folge dem Wasser, und die wirst Deine Seele wiederfinden (Foto: H.-J. Schneider)

Traumschleife Hahnenbachtal – Deutschlands schönster Wanderweg

Deutschlands schönster Wanderweg Das muss der Ahrsteig sein. Aber nein. Am vergangenen  3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – führt mich mein Weg in die DDR, bzw. in das, was ich früher in meiner Vermessenheit einmal die DDR Westdeutschlands bezeichnet habe: in den Hunsrück. Um genau zu sein: ins Hahnenbachtal, wo die Traumschleife Hahnenbachtal auf mich gewartet hat. Ich muss dazu sagen, dass ich im Hunsrück geboren bin. Eigentlich wollte ich mit einer ganzen Gruppe ein langes Wochenende im Hunsrück wandern. Nie ist es hier schöner als im Oktober. Aber nach und nach haben alle abgesagt: Erkältet, Frau krank, Hund krank, keine Zeit usw., so dass ich beschlossen habe, alleine zu wandern.

Hier steht ein Bild mit dem Ttiel: Die ganze Schönheit der Ehrbachklamm erschließt sich nur dem, der sich ganz in Ruhe darauf einlässt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Die Ehrbachklamm, ein Grund mehr, den Hunsrück zu lieben

Disclaimer: Hunsrück-Touristik hat mein Wochenende unterstützt und mir für zwei Nächte eine Unterkunft in Morshausen besorgt und bezahlt. Mein Urteil über diese Wanderung und die Schönheit der Natur im Vorderen Hunsrück sind von dieser Unterstützung nicht beeinflusst. Ich habe das Glück gefunden – im Hunsrück in der Ehrbachklamm Eines vorweg: Die Ehrbachklamm ist eine der wildromantischsten Wegstrecken, die ich in deutschen Mittelgebirgen je gelaufen bin. Aber eins nach dem anderen. Seit Langem will ich schon den Vorderen Hunsrück – in diesem Fall das sogenannte Rhein-Mosel-Dreieck – erwandern. Als Sohn des Hunsrücks, der auch alle Schattenseiten seiner Heimat kennengelernt hat, bin ich fasziniert von der Entwicklung dieser Region im Bezug auf das Wandern. Aber nicht nur davon. Aber ich greife vor. Also der Reihe nach. Ich wollte unbedingt mal den ÖPNV im Vorderen Hunsrück testen. Ich fahre mit der Bahn von Köln bis Koblenz. In Koblenz muss ich den Bus nehmen nach Emmelshausen. Es gibt zwar hier auch in Emmelshausen einen Bahnhof, aber die Verbindung mit dem Bus war in diesem Fall vom Timing her ziemlich ideal. Der …

Hunrsück, Geierlay-Hängebrücke,

Die Geierlay-Hängebrücke – Nervenkitzel auch für Abgebrühte

Bilder zur Geierlay-Hängebrücke – die längste Hängeseilbrücke Deutschlands Beginnen wir mit dem Anfang. Im Herbst 2015 war ich zu einer Pressereise im Hunsrück eingeladen. Diese Pressereise machte auch an der damals noch im Bau befindlichen Geierlay-Hängebrücke Station. Der Ortsbürgermeister von Mörsdorf nahm sich die Zeit, um den Versammelten Bloggern und Pressevertretern den Werdegang der Brücke zu schildern, von der Idee über die Anfeindungen, denen sein Konzept ausgesetzt war, bis hin zur Genehmigung und Realisierung. Was mir weniger gut gefiel, war, dass die Finanzierung der Brücke teilweise durch Gelder zustande kam, die durch den Bau von Windkraftanlagen rund um Mörsdorf in den Gemeindesäckel flossen. Geplant war, dass die Brücke schon zum Zeitpunkt des Pressebesuches so weit sein sollte, dass wir sie hätten betreten können. Aber wie fast immer beim Bau solch spektakulärer Projekte kommt es zu Verzögerungen. Diese waren aber im Fall der Geierlay-Hängebrücke eher unwesentlich. Die feierliche Eröffnung, die für den 2. Oktober geplant war, brauchte jedenfalls nicht verschoben zu werden. Nachfolgend findest Du ein paar Fotos, die ich während dieses Pressebesuches aufgenommen habe. Als …

An dieser Stellen steht ein Bild mit dem Titel: Die Phantasie schwärmt, der Verstand wehrt sich: Hexentanzplatz (rechts) auf dem Wildenburger Kopf (Foto: H.-J. Schneider)

Tagsüber tanzen die Hexen nicht – mein Bullerbü auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Jede Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig ist eines einmaliges Naturerlebnis. Aber die hier vorgestellte Etappe ist mein persönliches Bullerbü. War ich gestern noch ganz begeistert vom »Schönsten Wanderweg Deutschlands 2012«, so hat mich am heutigen Tag der Hunsrück – meine alte Heimat – mit dem Saar-Hunsrück-Steig abermals überrascht. Und das auf einer Strecke, die ich eigentlich kennen sollte. Denn hier bin ich aufgewachsen. In diesen Wäldern sind wir als Kinder rumgestromert. Auf dem Wildenburger Kopf sind wir herumgeklettert, haben nach verborgenen Höhlen in den mit Felsbrocken übersäten Hängen gesucht (und haben sie gefunden). Hier haben wir im Sommer ganze Tage verbracht, haben beinahe vergessen, abends nach Hause zu gehen.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Weiter geht es durch den Eichenwald hinunter auf schiefrigem Untergrund (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Murscher Eselsche: Was für eine Landschaft.

Traumschleife Murscher Eselsche Das Dorf schläft noch beinahe, als ich zur Traumschleife Murscher Eselsche aufbreche. Zumindest fühlt es sich so an, als ich am Sonntagmorgen durch die stillen Straßen von Morshausen streife. So sollte ein Dorf sein. Hier gibt es noch alte Fachwerkhäuser, das eine halb verfallen, daneben die liebevoll restaurierten. Der Ortskern strahlt noch Unverfälschtheit aus. Und kein Autogeräusch stört heute Morgen die Ruhe. An der mächtigen Eiche am Ortsrand, unter der die vom hier im Ort geborenen Dichter Jakob Kneip gestiftete Marienstatue steht, beginnt dann meine Wanderung. Überraschung am Spielplatz Apropos Marienstatue. Ich habe am Vorabend meiner Wanderung hier gesessen. Ich kannte den Platz schon von einer Pressereise im vergangenen Jahr. Im September 2014 hatten wir hier ebenfalls unsere Unternehmung hier gestartet. Aber ich hatte mir scheinbar die Statue der Muttergottes mit dem Kind nicht richtig angeschaut. Sonst wäre mir damals schon aufgefallen, welch wunderbar menschlich-mütterliche Züge diese Figur hat. Und wie hingebungsvoll und gebannt der Sohn an den Zügen seiner Mutter hängt. Linker Hand vom Spielplatz führt der Weg in den Wald. Wenig später …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Das ist es, wonach mein Herz sich sehnt (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig – die Einsamkeit des Langstreckenwanderers

Der Wandermarathon auf dem Saar-Hunsrück-Steig und seine Qualen. Wandermarathon Saar-Hunsrück-Steig. Das war vorausschauend für mich das Event meines Wanderjahres 2016. Dass meine frohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, nun, das bin ich selber schuld. Ich war seit Freitag schon im Hunsrück. Die bester Schwester der Welt hat mir wieder Unterkunft gewährt. Ich wollte mir an den beiden Tagen vor dem Wandermarathon meine alte Heimat Hunsrück anschauen, ob er vielleicht in Frage kommt als neue Heimstatt, denn ich will wieder aufs Land. Die Stadt geht mir langsam auf die Nerven, ich sehne mich Natur und Grün, nach Stille und Entschleunigung. Früher Vogel … (Nein, nicht darüber nachdenken) Am Sonntag aber heißt es erst einmal, um 4.30 Uhr aufstehen, bis 5.30 Uhr will ich am Erbeskopf sein. Das hätte ich auch geschafft, wäre ich nicht beim ersten Mal an der eigentlich unübersehbaren Einfahrt vorbeigerauscht. So bin ich zwar immer noch unter den ganz früh Eintreffenden, aber der erste Bus nach Veitsrodt, dem Startpunkt für die Langstrecke von 42 Kilometern, ist schon weg. Den zweiten schaffe ich locker. Die Fahrt dauert …

Hunrsück, Geierlay-Hängebrücke,

Geyerlay-Hängebrücke – Hunsrück im kollektiven Höhenrausch

Geierlay: Die längste Hängeseilbrücke nördlich der Alpen am 3. Oktober 2015 im Hunsrück feierlich eröffnet. Die Geierlay – längste Hängeseilbrücke Deutschlands –  rief, alle kamen: Die Anspannung vor dem großen Tag war gewaltig. Die Anstrengungen, die man in der Hunsrück-Gemeinde Mörsdorf unternommen hat, um dieses vor 10 Jahren als Vision entstandene Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, waren noch viel gewaltiger.