Alle Artikel in: Wandertouren

Blick über die weiten Wälder der Südeifel bis hinüber zu den weinbergen am Moselufer

Auf dem
Römerpfad durch
das Butzerbachtal

Die Perle der Südeifel Manchmal liegen die schönsten Perlen direkt vor Deinen Füßen und Du, immer den Blick auf der Suche nach neuen Abenteuern in die Ferne gerichtet, siehst sie nicht. So erging es mir auch dieser Tage, bzw. eigentlich müsste ich sagen: in den letzten Monaten. Da liegt eine wunderbare Wanderstrecke quasi direkt vor meiner Haustür und ich habe keine Ahnung davon. Schlimmer noch: Ich bin vor einem halben Jahr sogar schon einmal dort unterwegs gewesen, habe aber aus Zeitgründen jenes Wegstück ausgelassen, das sich bei meiner jetzigen Wanderung mit guten Freunden als wahre Schatztruhe entpuppt hat.

Bunter Herbstlaub verzaubert das gegenüberliegende Ufer in eine rauschende Farbpallette

Über die
Goldene Meile
zum AhrSteig

Unverhofft kommt oft – eine ungeplante Wanderung über die Goldene Meile zum AhrSteig. Manchmal dauert es, bis ein Text seinen Weg auf das digitale Papier findet. So auch in diesem Fall. Bereits im Oktober 2015 bin ich frühmorgens in Köln aufgebrochen, um den AhrSteig von unten her aufzurollen. Will sagen: Mein Plan ist es, von der Ahrmündung in der Nähe von Sinzig ahraufwärts zu laufen, so weit ich an diesem Tag eben komme. Und mal wieder kommt es ein wenig anders. Ich bin nicht oft mit dem Zug unterwegs, ich fahre lieber mit dem Auto, dann bin ich unabhängig. Aber an diesem Sonntagmorgen ist meine Wahl auf den Zug gefallen und das war am Ende auch gut so. Warmes Herbstlicht verzaubert das Rheintal Während der Fahrt genieße ich das Licht der frühen Morgenstunde. Über dem Rhein liegt zum Teil noch herbstlicher Frühdunst und verhüllt und verzaubert den Strom und die kleinen und großen Gemeinden am gegenüberliegenden Ufer. Wie schön diese Stimmung ist, bemerke ich endgültig, als wir die Kuppen des Siebengebirges passieren. Bei dem Gedanken in …

Nein, nicht schon wieder! Einfach nur ein schöner Platz (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Die neue AhrSteig-Etappe 5: Endlich ein durchgehender AhrSteig

Die neue AhrSteig-Etappe 5 schafft endlich den Lückenschluss Der lang ersehnte AhrSteig-Lückenschluss ist mit der neuen AhrSteig-Etappe 5 endlich geschafft. Und nicht nur das: Anfang Januar bekam er nun auch seine offizielle Anerkennung durch den Deutschen Wanderverband. Ab sofort ist der gesamte AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung zertifiziert. Was bleibt, ist die unterschiedliche Farbkennung für die oberen (von Blankenheim bis Kreuzberg) als AhrSteig blau und die unteren Abschnitte des Prädikatswanderweges als AhrSteig rot (von Kreuzberg bis Sinzig). Dieser Zuordnung folgend ist die neue Etappe 5 also mit dem roten AhrSteig-Symbol gekennzeichnet. Nach langem zähem Ringen mit Forstverwaltung und Jagdpächtern hatte man Ende 2015 endlich eine Wegführung gefunden, die den Charakter des restlichen AhrSteigs nicht nur erreicht, sondern sogar noch toppt. Für ein ganzes Jahr war diese Strecke als neuer Ahrsteigverbindungsweg ausgezeichnet. Jetzt darf sie sich ganz offiziell auch AhrSteig nennen. Durch das enge Tal, über schmale Felsklippen, die die Ahr hat stehen lassen, aber auch über lichte Eichenwaldkuppen führend, vermittelt diese neue Etappe die schönsten Aspekte des wildromantischen Ahrtals. Die Tour beginnt Die Tour beginnt …

Am Beginn der Moselsteig-Etappe 17 fällt der blick durch grüne Weinranken auf Burg Beilstein unter strahlend blauem Himmel.

Auf der Moselsteig-Etappe 18 von Beilstein nach Cochem

Moselsteig-Etappe 18: Wenn’s von allem ein bisschen mehr sein darf! Eine Anmerkung zu Beginn: Diese Etappe des Moselsteigs birgt einige recht anspruchsvolle Passagen. Dafür entschädigt sie wiederum mit großartigen Ausblicken. Disclaimer: Mosellandtouristik GmbH in Bernkastel-Kues hat mir auf meine Anfrage zwei Übernachtungen in Cochem bezahlt. Dies habe ich dankend angenommen. Es hat aber meinen Bericht in keiner Weise beeinflusst. Besonders schön ist diese Tour zu Beginn des Frühlings. Denn von Anfang bis Mitte April stehen die Pfirsichbäume des Roten Mosel-Weinbergpfirsichs in voller Blüte. Tausende der kleinwüchsigen Pfirsichbäume verwandeln im April das Moseltal und hier vor allem auch die Region um Cochem in ein einzigartiges Blütenmeer.  Gut zu wissen: Die kleinen Früchte werden zu hervorragenden Likören oder feinfruchtigen Bränden verarbeitet, die man nach der Wanderung direkt beim Winzer oder in einem der Weinlokale probieren kann. Aber Vorsicht, schmeckt leider geil. Da ich in Cochem übernachte, muss ich zunächst mal nach Beilstein kommen. Da ich mit dem ÖPNV unterwegs bin, führt mich mein erster Weg zum Cochemer Bahnhof – ein imposanter alter Bau, mächtig beeindruckend, aber eins fällt sofort auf: …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Unbarmherzig brennt die Sonne auf das karges Holzkreuz, das unseren dritten Gipfel markiert (Foto: Hans-Joachim Schneider)

The Seven Summits

Alle Achttausender rund um Altenahr an einem einzigen Tag Nicht  “4 Tage – 4 Gipfel” – nein, alle Gipfel rund um Altenahr an einem einzigen Tag – ohne Sauerstoff und Sherpas. Wir waren jung, wir waren ehrgeizig, wir waren verwegen. Das einzige, was wir mitbrachten, war ein klein wenig Erfahrung. Und wir waren gut – so gut, dass wir alle Seven Summits an einzigen Tag bezwangen. 70 Jahre alt wird er dieses Jahr – Reinhold Messner – unser großes Vorbild. Ihm zu Ehren wollten wir diese Strapazen in Kauf nehmen. Wir, das waren Knut – ein ehemaliger Klassenkamerad und Berggefährte – (Zitat: Du weißt, dass ich gerne senkrecht gehe.) und ich – einer der ersten, der sich vor Jahren in die bis dato noch unbekannte Wildnis des Ahrtals traute. Ja, früher hatten schon wagemutige Reisende über das wildromantische Ahrtal geschrieben. Aber Zweifel sind angebracht, ob sie jemals wirklich so tief dort eingedrungen waren, dass sie sich mit Fug und Recht als Entdecker bezeichnen dürfen. Erst vor wenigen Jahren gelang es mir auf einer Ein-Mann-Expedition soweit …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Panoramen vom Steinerberg, eines faszinierender als das andere (Foto: Norbert Schneider)

Wandern im Ahrtal – aber richtig

Wandern im Ahrtal und im Ahrgebirge Das Ahrtal ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Wanderziel. Diese Vielfalt an wildromantischen Landschaftsformen aus schmalen Klippen, lichten Eichenwäldern, grünen Flussauen und steilen Weinbergslagen auf engstem Raum, das gibt es kein zweites Mal. Dazu dieser unvergleichliche Reichtum an sinnlichen Eindrücken, das findet sich so in keinem anderen deutschen Mittelgebirge. Besonders schön ist es im Frühjahr, wenn die Natur mit üppigem Grün nicht geizt. Ein ganz besonderes Wandererlebnis verspricht aber auch die Herbstmonate September und Oktober, wenn Wein- und Baumlaub sich färben und die Weinberge in feurigen Farben erstrahlen. Neben dem AhrSteig als Prädikatswanderweg und dem Rotweinwanderweg, der einer der ältesten und renommiertesten deutschen Themenwanderwege ist, hat das Ahrtal noch eine Vielzahl anderer Rund- und Streckentouren zu bieten. Am Ende dieses Artikels findest Du eine kleine Literaturübersicht mit den schönsten Wanderführern für das Ahrtal. Nach Regenfällen ist zumindest auf Teilen des AhrSteigs Vorsicht geboten. Dies gilt vor allem im Herbst, wenn das herabfallende Laub auf nassem Boden landet und auf den schmalen und steilen Bergpfaden Rutschgefahr heraufbeschwört. Das Ahrtal ist nicht nur …

HIer steht ein Foto mit dem Titel: Folge dem Wasser ... (Foto: H.-J. Schneider)

Traumschleife Hahnenbachtal – Deutschlands schönster Wanderweg

Deutschlands schönster Wanderweg Das muss der Ahrsteig sein. Aber nein. Am vergangenen  3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – führt mich mein Weg in die DDR, bzw. in das, was ich früher in meiner Vermessenheit einmal die DDR Westdeutschlands bezeichnet habe: in den Hunsrück. Um genau zu sein: ins Hahnenbachtal, wo die Traumschleife Hahnenbachtal auf mich gewartet hat. Ich muss dazu sagen, dass ich im Hunsrück geboren bin. Eigentlich wollte ich mit einer ganzen Gruppe ein langes Wochenende im Hunsrück wandern. Nie ist es hier schöner als im Oktober. Aber nach und nach haben alle abgesagt: Erkältet, Frau krank, Hund krank, keine Zeit usw., so dass ich beschlossen habe, alleine zu wandern.