Tour 6: Wo einst der Kaiser ruhte

Kleine Vennwanderung bei Mützenich

Nur wenige Schritte hinter der deutsch-belgischen Grenze bei Mützenich beginnt das Venn, eine einmalige Moorlandschaft mit ganz eigenem Charakter, die man schnell lieben lernt. Ein Stein soll Kaiser Karl nach einer ausgiebigen Jagd als Ruhebett gedient haben.

Die Wanderung in Kürze:

Anspruch: +

Gehzeit: 3 Std.

Länge: 13 km

Charakter: Einfache Wanderung, teils auf asphaltierten Wegen, teils auf Pfaden durchs Moor

Wanderkarte: WK 1:25 000 Hautes Fagnes/Hohes Venn/Hoge Venen (Hrsg. ING, Brüssel)

Einkehrmöglichkeit: Keine

Anfahrt: Mit dem Auto: Über Monschau, Mützenich Richtung Eupen. Kurz hinter der belgischen Grenze links auf den Parkplatz zum Parkplatzgrenzweg. Keine Bahnverbindung

Zugang: Das Hohe Venn ist in Schutzzonen unterteilt, für die unterschiedliche Zugangsbeschränkungen gelten. Teile des Venns sind ganz für den Besucherverkehr gesperrt.

Die Wanderung:

An der Einfahrt zum Parkplatz überqueren wir die Straße zu einem Wanderpfad, der in den Wald hineinführt. Über Holzstege wandern wir durch lichten Erlen- und Birkenwald mit knorrigem Wurzelwerk. Bald tauchen die ersten moorigen Stellen neben dem Steg auf. Nach gut 10 Minuten erreichen wir rechter Hand eine Abzweigung. Wir folgen den Schildern zu »Kaiser Karls Bettstatt « und nach Mützenich (rechts).

Allmählich öffnet sich die Landschaft. Schließlich treffen wir bei einer kleinen Schranke auf einen Wiesendamm, auf dem wir rechts weitergehen. Gleich darauf an der Bank folgen wir nicht dem Hinweisschild »Kaiser Karls Bettstatt«. Der Damm wird gegen Ende enger und führtschließlich auf einen Steg, auf dem es in ein Wäldchen geht. Rechter Hand öffnet sich der Blick zu den Häusern von Mützenich. In einen geschotterten Querweg biegen wir links ein, in ein asphaltiertes Sträßchen wiederum links. Schließlich erreichen wir bei einer Schutzhütte das Naturdenkmal Kaiser Karls Bettstatt (30 Min.). Ein respektabler Felsblock, den man mit ein wenig Phantasie als Liege ansehen kann, stellt jene Bettstatt dar, auf der sich Kaiser Karl nach einer Jagd zur nächtlichen Ruhe gebettet haben soll.

(Lust auf die Wanderung? Die ganze Tourenbeschreibung findet Ihr in meinem DuMont Wanderführer Eifel – Nördlicher Teil und Hohes Venn)

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