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Des Königs neue Kleider – die neuen alten Markierungen des AV1 (AhrSteig)

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Diese Wegmarkierungen gehören der Vergangenheit an.

Achtung: Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Version der Wanderung Nr. 5 aus meinem Ahrsteigwanderführer. Die Textpassagen, die in Rostrot gehalten sind, sind neu hinzugefügt bzw. enthalten die wichtigen Infos bezüglich der geänderten Markierungen.

Ab Kreuzberg gibt es seit Anfang Januar 2017 die offizielle 5. Etappe des AhrSteigs, die endlich den lang ersehnten Lückenschluss bringt. Ab diesesem Datum gibt es einen durchgehenden AhrSteig von der Quelle bis zur Mündung. Weil aber auch die alten Verbindungswege durchaus ihre Reihe hatten, sollen sie nicht in Vergessenheit geraten. Nachfolgend wird der nicht mehr beworbene ehemalige AhrSteig-Verbindungsweg AV1 beschrieben.

Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof des kleinen Örtchens Kreuzberg, nicht weit von Altenahr. In Kreuzberg endet/beginnt der westliche Teil des AhrSteigs.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Letzter Hinweis vor der Autobahn: AV1 ist nicht mehr markiert (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Letzter Hinweis vor der Autobahn: AV1 ist nicht mehr markiert (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Mit dem Bahnhof von Kreuzberg im Rücken (1) wenden wir uns nach rechts und laufen durch das schmale Anwohnersträßchen (Bahnhofstraße). Am kleinen Kreisel im Ortszentrum bzw. an der Brücke über die Ahr gehen wir in gerader Richtung weiter, lassen die Brücke also rechts liegen. An der nächsten Abzweigung (Im Vischeltal) verlassen wir die Durchgangsstraße nach rechts, bleiben also in der Nähe der Ahr.

Wir passieren einen kleinen Bildstock, gleich dahinter geht es rechts ab auf einen schmalen gepflasterten Weg, denn unsere Route ist hier zugleich auch Radwanderweg. Schon haben wir das kleine Örtchen Kreuzberg verlassen. Es geht nun durch die grünen Auen links der Ahr.

Wir unterqueren die Brücke der B 257, passieren gleich darauf die Unterführung der Eisenbahntrasse, lassen eine erste Brücke am Beginn des Ortes Altenburg rechts liegen und erreichen kurz darauf das Gelände des Campingplatzes Altenahr.

Unmittelbar davor, gleich hinter der Kapelle St. Maternus, führt rechts eine schmale Fußgängerbrücke über die Ahr. Am gegenüberliegenden Ahrufer halten wir uns leicht nach links und biegen in das Wohnsträßchen Am Weiher ein. Wir laufen geradeaus weiter, folgen am Ende der Rechtskurve der Straße, passieren die Ahrtalschule und sehen nun vor uns das Seniorenheim Maternusstift. Unmittelbar vor dem Gelände des Altenwohnheims zweigt links ein Weg ab (2).

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Am Maternusstift heißt es: runter von der Straße, rein in den Wald (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Am Maternusstift heißt es: runter von der Straße, rein in den Wald (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Diesem Weg folgen wir vorbei am Schulgelände bis zu dessen Rückseite. Hier verzweigt er sich. Eine Trasse mit dem Wegzeichen 8 biegt rechts ab, wir bleiben links auf dem Weg (Markierung 7), der noch ein Stück hinter der Schule entlangläuft, danach geht es direkt in den Wald und gleich auch relativ steil bergan. Doch die Steigung ist nur kurz, oben angekommen stehen wir unvermittelt an einer Wegkreuzung (30 Min.).

Hier biegen links zwei schmale Pfade ab. Wir wählen den äußersten linken, der direkt hinter der Bank (u. a. Wegzeichen 7) bergauf führt. An der Wegkreuzung gleich darauf (> biegt hier rechts ab) folgen wir weiterhin der 7, halten uns also links.

Unser Pfad windet sich teilweise in Serpentinen bergauf bis zu einem schmalen Sporn, von dem man einen schönen Blick ins Tal hat. Es wird nicht der letzte Aussichtspunkt sein. Für ein kurzes Stück geht es wieder bergab, um gleich da rauf umso steiler wieder bergauf zu führen. Der Anstieg endet an einem Querpfad, wir gehen nach rechts.

Gleich darauf wird wieder der Blick nach links frei, hier kann man schön verfolgen, wo wir unten im Tal entlanggelaufen sind. Wenig später gibt es die Möglichkeit, auf eine weitere Felskanzel hinauszutreten, von der man hinunter in ein Seitental blickt. Weiter geht es in leichtem Auf und Ab über den Kamm. Noch ein weiteres Mal bietet sich ein fantastischer Blick – diesmal wieder auf Altenburg. Dies ist manchmal etwas verwirrend. Nun heißt es aber etwas aufpassen.

In einem Anstieg in einem Rechtsbogen des Weges führt rechter Hand – leicht zu übersehen, weil schlecht ausgeschildert (man muss sich umdrehen, um das Schild mitzubekommen) – und auch als Pfad wegen des felsigen Untergrundes nicht direkt zu erkennen, der Abzweig zum Teufelsloch über Felsstufen bergan. Über die Naturstufen, dann ein Stück über Betonplatten, dann wieder auf glattem Felsgestein geht es in zwei Minuten hinauf zum Teufelsloch (3 km, 45 Min.) – ein etwas übermannshoher Durchbruch in einer Felswand, hinter dem man dann wieder an einem Aussichtspunkt steht, der einen wunderbaren Blick auf den östlichen Teil von Altenahr, vor allem aber auf das direkt unter uns liegende Langfigtal bietet.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nein, nicht die wieder auferstandene Großmutter des Teufels (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nein, nicht die wieder auferstandene Großmutter des Teufels (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Das Teufelsloch soll entstanden sein, weil der Teufel in einem Wutanfall seine eigene Großmutter, die ihn hereingelegt hatte, durch die Felswand geworfen haben soll. Die ganze Legende findet man in zahlreichen Variationen im Internet. Wenn wir uns nun an unserem Aussichtspunkt umdrehen, und durch das Teufelsloch zurückschauen ins Tal und auf unseren Weg, so blicken wir genau auf die Maternuskapelle, die wir zu Beginn der Wanderung bei Altenburg passiert haben. Ob die Kapelle wohl bewusst an dieser Stelle als Gegengewicht zum Teufel gebaut wurde?

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Große Menschen werfen große Schatten, große Bäume noch viel mehr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Große Menschen werfen große Schatten, große Bäume noch viel mehr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Auf dem nicht gerade komfortablen Pfad geht es zurück zum Abzweig. Wir setzen unseren Weg in der ursprünglichen Richtung fort. Noch einmal ein wenig Auf und Ab, dann steht man nur wenige Schritte unterhalb des Schwarzen Kreuzes. Die Schritte hinauf lohnen sich, der Ausblick von hier ist noch spektakulärer als vom Teufelsloch. Wir stehen oberhalb von Altenahr, schräg gegenüber auf der Höhe steht die Ruine von Burg Are, die noch immer über das Tal zu wachen scheint.

Links dahinter in den Weinbergen leuchtet das Gegenstück zum Schwarzen Kreuz, das Weiße Kreuz. Am interessantesten ist aber das, was rechts unterhalb von Burg Are zu sehen ist. Dort versperrt ein Felsriegel den Blick in den dahinterliegenden Teil des Ahrtals. Menschenhand hat hier Durchbrüche geschaffen, wo der Fluss selbst seinerzeit kapituliert hat. Dieser Fels war zu hart. Er zwang die Ahr an dieser Stelle zu einer weiten Schleife, der wir heute das wunderschöne Naturschutzgebiet Langfigtal verdanken. Am Ende der Schleife kommt die Ahr hinter dem Felsriegel an, nur knapp 50 Meter Luftlinie vom Beginn der Schleife entfernt.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Kollektives Ausruhen unter dem Schwarzen Kreuz (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Kollektives Ausruhen unter dem Schwarzen Kreuz (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wir setzen unseren Weg unterhalb des Schwarzen Kreuzes fort. Es geht hier schnell steil bergab, der schieferhaltige Untergrund erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Der Weg ist uneben, steil und bei feuchtem Wetter auch noch glatt.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Erstaunte Blicke auf den Wanderer (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Erstaunte Blicke auf den Wanderer (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wegen der Konzentration auf den Pfad kann man leicht die bunten Fratzen übersehen, die am Wegesrand ab und an in Baumlöcher gemalt sind. Ein kreativer Kopf hat mit bunten Farben diese Löcher so ausgemalt, dass sie wie Kobold- oder Hexengesichter aussehen. Dort wo der Abstieg für ein kurzes Stück fast eben verläuft, stoßen wir auf eine Abzweigung. Links führt ein Weg direkt zum Bahnhof von Altenahr hinunter. Da wir dort aber nicht hinwollen, gehen wir noch ein Stück weiter geradeaus, dabei auch ein kurzes Stück wieder leicht bergan. Wir passieren eine Schutzhütte, die aber keine spektakuläre Aussicht bietet, es sei denn, man findet die Rückfront eines Hotels besonders sehenswert.

Ab hier geht es dann konsequent bergab. Nur wenige Minuten später haben wir dann den Talboden erreicht und gehen zwischen Tennis- und Spielplatz auf eine Brücke zu, die uns über die Ahr bringt. Am Ende der Brücke wenden wir auf dem Sträßchen nach links, bis zur Durchgangsstraße in Altenahr. Überrascht stellen wir fest, dass wir uns hier genau am Fuß des Felsriegels befinden, der uns oben vom Schwarzen Kreuz aus so fasziniert hat (1 Std., 4 km)

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Zur Erinnerung: So sah der Felsriegel von oben aus (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Zur Erinnerung: So sah der Felsriegel von oben aus (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wir biegen an der Durchgangsstraße nach rechts und nehmen hier den Weg durch den lauten, lärmigen Tunnel, den wir aber schnell durchschritten haben. Am anderen Ende 4 biegen wir dann rechts ab auf die Einfahrt zur Feuerwehr, nehmen die Brücke über die Ahr. Am Ende der Brücke wenden wir uns nach rechts auf den Weg hinunter zum Ahruferweg, biegen abermals rechts ab und folgen jetzt am rechten Ufer dem Ahrtalweg, der eine der beiden verbliebenen Varianten der ehemals vier verschiedenen AhrSteig-Verbindungswege darstellt. Wir bleiben auf dem Uferweg bis nach Reimerzhoven, das wir schnell erreichen (1.15 Std., 5 km).

Hier steht ein Bild mit dem Titel: An ihm kommt man nicht vorbei: Ahrtalweg (Foto: Hans-Joachim Schneider)

An ihm kommt man nicht vorbei: Ahrtalweg (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Auf der Höhe der grünen Eisenbrücke links über die Ahr knickt hier im spitzen Winkel der Weg mit der Nummer 6 rechts bergauf ab. Er verläuft auf der Trasse des zwischen Altenahr und Reimerzhoven neu geschaffenen Fahrradweges. Dieser verläuft ein wenig unterhalb der Eisenbahntrasse der Ahrtalbahn. Es geht gleich über eine luftig wirkende Brückenkonstruktion. An deren Ende zweigt unser Weg mit der Nr. 6 dann links ab. Unser Pfad steigt gleich darauf auf der Höhe eines Tunnels etwas steiler an, um dann in einem Linksschwenk darüber hinwegzuführen. In Serpentinen geht es nun mehr oder weniger steil bergauf.

Dort wo der Pfad einen weiten Linksbogen macht, öffnet sich der Wald und gibt den Blick frei hinüber zum Teufelsloch, wo wir noch vor einer Dreiviertelstunde gestanden haben. Es geht weiter bergauf, bis zum Waldrand. Wir befinden uns auf der Kuppe der Krähhardt, die vor allem mit Buschwerk und einzelnen Bäumen bewachsen ist. Unser Pfad endet an einem Querweg. Auf diesen biegen wir rechts ein (weiter auf dem Weg mit der Nr. 6). Es geht noch ein ganzes Stück weiter über das Plateau, dann wieder in den Wald hinein. Bald steigt der Weg auch wieder an. Er führt uns unterhalb der Teufelsley vorbei, die aber von hier unten nur als baumbestandene Felskuppe zu erkennen ist.

Abstecher: Abenteueraffine und trittsichere Wanderer haben die Möglichkeit, den Weg direkt über die felsige Kuppe der Teufelsley zu gehen. Dazu wählt man einen der zwei oder drei Pfade, die links in den Hang hinauf abzweigen.

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Für trittsichere Wanderer allemal einen kleinen Umweg wert, die Teufelsley (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Für trittsichere Wanderer allemal einen kleinen Umweg wert, die Teufelsley (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Kaum sind wir daran vorbei, geht es in einem Linksbogen (schließlich auch in ein paar kurzen Serpentinen) nach links bergauf in einen Sattel zwischen Teufelsley und der Nachbarkuppe. Genau hier stehen wir an einer Wegkreuzung. Wir biegen nach rechts ab. Gleich darauf geht es auch wieder bergab, dann endet unser Pfad an einem breiten Querweg.

Es geht nach links bergauf. Wenig später zweigt nach einer Linkskehre unser Weg im spitzen Winkel nach links ab. Er führt uns mit beträchtlicher Steigung den Berg hinauf, der vorübergehend ein etwas weniger steiles Stück folgt, dann ist aber gleich wieder unsere ganze Kondition gefordert. Hier oben herrscht jetzt lichter Eichenwald vor, der Boden auf dem er wächst, ist mit Schiefer durchsetzt, der den Weg holprig und anstrengend macht. Noch einmal scheint uns eine extreme Steigung bevorzustehen, aber an deren Beginn stehen wir überraschend an einer Wegkreuzung.

Weil uns dieser lange steile Anstieg so gefordert hat, legen wir eine willkommene Rast an der Schutzhütte auf dem Schrock (2 Std., 8 km) ein. Dazu biegen wir scharf nach links auf den Pfad, der uns in wenigen Minuten zu der etwas abseits gelegenen Hütte bringt.

Nach der wohlverdienten Rast (und zurück am Abzweig des Pfades zum Schrock) folgen wir unserem Weg noch ein Stück weiter bergauf bis zu einem etwas breiteren Querweg, in diesen biegen wir links ein. Ganz unspektakulär überschreiten wir dabei auch bald den höchsten Punkt dieser gesamten Tour. Während der ehemalige AhrSteig-Verbindungsweg 2, der hier oben ebenfalls durch die endlos erscheinenden Wälder führt, eher auf der dem Ahrtal abgewandten Seite dieser Berge verläuft, bleibt unser Weg (der ehemalige AV1) auf der der Ahr zugewandten Seite, weshalb man ab und zu, dort wo es der Baumbestand mal erlaubt, auch einen Blick auf die Landschaft unten im Tal werfen kann. Während Ex-AV2 zumindest ab dem Steinerberghaus fast schnurgerade über die Kuppen führt, läuft unser heutiger Weg alle Geländeformationen aus, sodass er auch um einiges länger ist als sein Bruder.

Es geht also noch für eine ganze Weile weiter durch die Wälder des Mayschosser und später des Recher Forstes. In einer Rechtskurve stößt von oben ein Weg zu dem unsrigen (am Rande eine alte Bank). Wir gehen links weiter. Nach dieser Abzweigung geht es für eine ganze Zeit ohne Weggabelung, ohne Abzweigung an der Hangschulter entlang – ein ganzes Stück leicht bergab, bis wir auf einen Querweg stoßen, hier gehen wir rechts bergauf.

Im Kontrast zu unserem langen, allmählichen Abstieg geht es jetzt für ein paar Minuten wieder steil bergauf. Wir stoßen auf eine Weggabelung. Hier gehen wer nicht geradeaus, sondern folgen der scharfen Kehre nach rechts. Wir passieren einen Bildstock rechter Hand (»Flucht nach Ägypten«, 2.45 Std.).

Hier zweigt links ein Weg ab, der uns jetzt wieder bergab führt. Schon nach ein paar hundert Metern stehen wir an einer weiteren Weggabelung. Scharf nach links zweigt ein Weg ab, der uns hinunter nach Mayschoß bringen würde. Da wir aber nach Rech wollen, nehmen wir den rechten Abzweig, der uns nun zunächst einmal von der Himmelsrichtung weiter weg (nämlich nach Süden) von Rech führt. Erst am Ende eines scharfen Geländeeinschnitts stoßen wir auf einen Querweg, auf diesen biegen wir nach links ein. Ab hier geht es deutlich stärker bergab.

Im Folgenden halten wir uns stets links – talwärts. Wir passieren ein altes Steinkreuz (1781) am Wegesrand. Kurz zuvor hat der Laubwald aufgehört, hier stehen Nadelbäume dicht an dicht. Der Wald weist etliche Sturmschäden auf, die noch gar nicht so alt sein können. Auffällig auch die langen, geschichteten Steinmauern, die den Weg begleiten. Schließlich erreichen wir den Ortsrand von Rech (3 Std., 12,5 km). Über ein kleines Sträßchen gehen wir bis zur ersten Wegkreuzung im Ort.

An der Kreuzung gehen wir nicht weiter geradeaus in den Ort hinein, sondern orientieren uns halb rechts. Über das Sträßchen An der Burg passieren wir Rech sozusagen nur peripher – was ein wenig schade ist, denn Rech ist ein netter kleiner Weinort, der sich geradezu für eine Rast oder gar für eine Etappenübernachtung anbietet. An der Nollstraße biegen wir rechts ab, gehen bis zur Kreuzung mit der Hardtstraße, biegen links in diese ein, an der gleich darauf folgenden Weggabelung nehmen wir die Hardtstraße nach rechts, weiter bergauf. Am Haus N12 gabelt sich der Weg, wir folgen der scharfen Kehre nach links und verlassen den Ort auch schon wieder. Auf dem Asphaltsträßchen geht es nun oberhalb der Wingerte von Rech für eine ganze Weile bergauf. Weinberge und kurze Waldabschnitte wechseln ab.

Schließlich hört die Steigung auf, wenig später stehen wir an einer Wegkreuzung – links und rechts gehen grüne Wiesenwege ab. Wir gehen auf dem Asphaltsträßchen weiter geradeaus, um aber gleich darauf links von diesem abzubiegen. Wir stoßen wenig später auf einen Querweg, auf den wir nach links einbiegen. Nur wenige Schritte später müssen wir erneut eine Entscheidung treffen, hier halten wir uns rechts bergauf Richtung Krausberg (Wegmarkierungen 2, 3), bei der nächsten Weggabelung nur 50 Meter weiter dann links (2), also nicht mehr weiter in Richtung Krausberghäuschen.

Es geht nun wieder für eine ganze Weile – diesmal auf breitem Weg – tief in den Wald hinein. Unser Weg führt mal wieder in den Ausläufer eines Taleinschnittes hinein, an dessen Ende es in einem U-Turn wieder nach links geht. Wir folgen weiter unserer Route mit angenehm leichter Steigung an der Hangschulter entlang. Wege, die ins Tal führen, interessieren uns nicht. Wir bleiben auf unserem gut befestigten Waldweg. Hier auf dem Schieferboden in der Höhe dominiert wieder lichter Eichenwald. Wir erreichen einen Querweg, halten uns links (3.30 Std.)

Der Wald lichtet sich, gleich treten wir auch wieder hinaus in den Bereich oberhalb der Weinberge in der Gemarkung Dernau. Wir stoßen auf ein Asphaltsträßchen am Rande eines Wanderparkplatzes (3.40 Std., 16,5 km). Ab hier folgen wir der Straße bergauf bis zum Krausberg mit Krausbergturm und Krausberghütte (4.10 Std., 18 km).

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Erhabener Anblick: Weit schweift der Blick vom Krausbergturm (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Erhabener Anblick: Weit schweift der Blick vom Krausbergturm (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wenn wir das Gelände der Krausberghütte wieder verlassen, lotst uns ein hölzener Wegweiser (u.a. Dernau) gleich nach rechts in den Wald. Wir passieren kurz den zur Hütte gehörenden Parkplatz, dann geht es tiefer hinein in den Wald. Wir kreuzen mehrere Querwege, überschreiten mehrere Längsrücken und erreichen dann tief im Wald schließlich eine Kreuzung, an der sich mehrere Waldwege treffen.

Hier biegen wir links ab. Mit nur mäßiger Steigung geht es nun durch den lichten Eichenwald, der vor allem im Frühjahr und Sommer einen wunderbar lichten Eindruck macht. Zweimal passieren wir eine Abzweigung Richtung Alfred-Dahm-Turm. Wer auf dem Krausbergturm war, muss da nicht unbedingt hin, deshalb bleiben wir unserem Wegzeichen treu und laufen weiter geradeaus. Nicht auslassen sollte man den Kreisstadtblick, einen Aussichtspunkt rechter Hand, den wir bald erreichen. Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über die Doppelstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das grüne Band, das sich durch die Stadt zieht, sind die Auen am Ufer der Ahr.

Vor dem langen Abstieg noch einmal ausruhen, noch einmal den Blick über die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler schweifen lassen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Vor dem langen Abstieg noch einmal ausruhen, noch einmal den Blick schweifen lassen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nachdem wir uns bei diesem Ausblick auch noch gehörig erholt haben, nehmen wir das letzte Wegstück in Angriff. Wir laufen in unserer ursprünglichen Richtung weiter, bis wir zu einem Hinweisschild Richtung Mayschoß kommen. Hier biegen wir nach rechts auf einen Pfad.

Der Pfad wird allmählich schmaler, aber keine Angst, wir verlieren ihn nicht. Schließlich erreichen wir ein Hinweisschild »Schlechte Wegstrecke«. Wenig später beginnt dann der serpentinenartige Abstieg hinunter ins Ahrtal. Der Pfad auf dem schieferhaltigen Boden ist vor allen in den Kurven etwas abschüssig, der Untergrund stellenweise wegen des lockeren Untergrundes rutschig. Man sollte also aufpassen.

An ein, zwei Stellen führen Wegabzweigungen nach rechts zu Aussichtspunkten (z.B. Habichtsblick), wir bleiben aber stets auf dem Serpentinenpfad. Es geht schnell bergab, trotzdem zieht sich der Weg. Immerhin überwinden wir hier auf kurzer Distanz fast 200 Höhenmeter. Dass wir uns allmählich dem Talboden nähern, kann man vor allem den Verkehrsgeräuschen entnehmen, die jetzt immer deutlicher zu uns heraufschallen. Die Windungen des Weges wollen nicht enden. Schließlich passieren wir ein weiteres Schild »Schlechte Wegstrecke«, es richtet sich an die, die hier aufsteigen. Gleich darauf endet unser Pfad an einem Querpfad. Wir biegen nach rechts ab. (Links ginge es auf einem »Gefährlichen Bergpfad« weiter, auf dem auch Steinschlag droht.

Schild Bergpfad Vorsicht! Versucht man so Wege aufzuwerten? Keine tatsächliche Gefahr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Versucht man so Wege aufzuwerten? Keine tatsächliche Gefahr (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Nachdem wir rechts abgebogen sind, können wir schon bald links unter uns die Gleise der Ahrtalbahn und den daneben verlaufenden Fahrradweg sehen. Zügig erreichen wir dann das Ende des Weges an einem Wanderparkplatz. Wir gehen hier nicht nach links über die Brücke, sondern bleiben an der linken Seite des Parkplatzes, wo wir schließlich den Einstieg in einen Pfad finden, der uns über einige schwierig zu meisternde Stufen hinunter zum Ahrufer bringt. An diesem geht es nun noch einmal ca. 20 Minuten entlang, bis wir den Wanderparkplatz (5 Std., 20,5 km) am Ortsrand von Walporzheim erreicht haben. Hier gehen wir links über die Brücke, dann weiter geradeaus in den Ort hinein bis zur Durchgangsstraße. Hier dann nach rechts, bis wir das Frauenfitnesscenter passiert haben. Wir biegen links ab, hinter dem Fitnesscenter wieder links und finden dort schnell den Bahnhof von Walporzheim.

Wer auf dem Bahnsteig noch warten muss, kann im Herbst diesen Blick auf das buntgefärbte Weinlaub genießen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

Wer auf dem Bahnsteig noch warten muss, kann im Herbst diesen Blick genießen (Foto: Hans-Joachim Schneider)

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